Lokales
Hessing Stiftung erhält sozialpädiatrisches Zentrum
Neue interdisziplinäre Abteilung nimmt Arbeit auf – ambulante Behandlung entwicklungsverzögerter und behinderter Kinder und Jugendliche nun noch differenzierter.

Im Mittelpunkt stehen stets die Kinder:
Dr. Gabriele Brandstetter, Leiterin SPZ (links) und
Christine Simmerding, Leitung Hessing Förderzentrum
Stadt und Region Augsburg sind
um eine wichtige ganzheitliche Einrichtung reicher geworden:
Die Hessing Stiftung hat von
der kassenärztlichen Vereinigung Bayern die Zulassung
zum sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) erhalten. Das Diagnose- und Therapieangebot für behinderte oder chronisch kranke Kinder und Jugendliche hat sich damit im Landkreis ganz entscheidend erhöht. Die nächsten Einrichtungen dieser Art finden sich erst wieder in München, Memmingen oder Ulm.
Unter dem Dach des Hessing Förderzentrum für Kinder in Göggingen werden im neuen SPZ von Expertenteams seit Anfang März Kinder und Jugendliche ambulant diagnostiziert und behandelt, deren Erkrankung multiprofessioneller und interdisziplinärer Betreuung bedarf. Auch ihre Familien werden in die Therapie mit einbezogen.
"Die Zulassung zum Sozialpädiatrischen Zentrum bedeutet eine hervorragende Ergänzung und Qualifizierung unserer Arbeit und unseres Angebots im Förderzentrum", erklärt Willibald Lunzner, einer der Geschäftsführer der Hessing Stiftung, der sich gemeinsam mit Förderzentrums-Leiterin Christine Simmerding und der Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde, Dr. Gabriele Brandstetter, seit Jahren für dieses Ziel eingesetzt hat. Dr. Brandstetter, die über langjährige Erfahrung in der Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie verfügt und vor ihrem Wechsel an das Hessing Förderzentrum an den Universitätskliniken Berlin und Ulm in den Bereichen Kinder-neurologie und Sozialpädiatrie tätig war, hat die Leitung des SPZ übernommen.
Das Sozialpädiatrische Zentrum hat in den Räumlichkeiten des Hessing Förderzentrum in der Gögginger Mühlstraße seinen Platz gefunden und kann Therapieeinrichtungen, und Personal mit nutzen. Die Therapieabteilungen, darunter sogenannte Erlebniswelten mit Ballbad, Snoezelen-Bereich, mit "Milchstraßenraum" und "Pränatalraum", werden bislang von jährlich rund 1000 kleinen Patienten in Anspruch genommen. Zudem werden im Hessing Kinderhaus in zehn integrativen Kindergartengruppen rund 180 Kinder wochentäglich gemeinsam betreut, es besteht auch eine integrative Krippe für Babies und Kleinkinder bis zu drei Jahren.
Dem Sozialpädiatrischen Zentrum der Hessing Stiftung werden von niedergelassenen Ärzten jene jungen Patienten zwischen 0 und 18 Jahren zugewiesen, die an Entwicklungsstörungen, Behinderungen oder Erkrankungen leiden, die nicht nur von einem einzigen Arzt oder Therapeuten behandelt werden können, sondern umfangreichere Maßnahmen mehrerer Fachleute benötigen.
"Sozialpädiatrische Betreuung bedeutet die Behandlung der zugrundeliegenden Probleme, aber auch die individuellen Stärken des Kindes und die Unterstützungsmöglichkeiten des Umfelds für die Therapie zu nutzen. Ziel ist dabei die größtmöglichste Selbständigkeit des Kindes und seiner Familie im Alltag zu erreichen" erklärt Dr. Gabriele Brandstetter.
Zunächst zwei Teams, jeweils bestehend aus Kinderarzt, Psychologen, Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten, Sozial- und Heilpädagogen arbeiten – in enger Absprache mit Familien und Bezugspersonen – im Sozialpädiatrischen Zentrum zusammen. Eine Erweiterung auf vier Teams ist vorgesehen.
"Zudem wird es enge Verflechtungen mit weiteren Strukturen innerhalb der Hessing Stiftung, wie unserer Kinderorthopädie oder der Orthopädietechnik, geben", erläutert Willibald Lunzner. Besonderer Wert wird zusätzlich auf eine Kooperation mit den Kinderkliniken in Augsburg und den Nachsorgeeinrichtungen des Klinikums gelegt. Chronisch kranken Kindern und Jugendlichen soll damit ein kurzer Weg zum Sozialpädiatrischen Zentrum eröffnet werden. "Im SPZ schaffen wir ein optimales psychosoziales Umfeld, das dem Kind die Mobilisierung seiner eigenen Stärken und seiner Eigenaktivität ermöglicht", erläutert Christine Simmerding. "Das ist entscheidend für die Effektivität aller therapeutischen wie pädagogischen Maßnahmen".
"Wir können mit dem neuen Zentrum den betroffenen Patienten und ihren Familien viele Möglichkeiten zur Verbesserung der Krankheitsbewältigung und damit der Lebensqualität eröffnen", ist sich Willibald Lunzner sicher. Eines der wichtigsten Ziele: die Inkludierung ins soziale Leben.
Weitere Informationen:
Hessing Stiftung
Förderzentrum für Kinder,
Mühlstraße 55,
86199 Augsburg,
Telefon 0821-909-2500,
Fax 0821-909-2501
Unter dem Dach des Hessing Förderzentrum für Kinder in Göggingen werden im neuen SPZ von Expertenteams seit Anfang März Kinder und Jugendliche ambulant diagnostiziert und behandelt, deren Erkrankung multiprofessioneller und interdisziplinärer Betreuung bedarf. Auch ihre Familien werden in die Therapie mit einbezogen.
"Die Zulassung zum Sozialpädiatrischen Zentrum bedeutet eine hervorragende Ergänzung und Qualifizierung unserer Arbeit und unseres Angebots im Förderzentrum", erklärt Willibald Lunzner, einer der Geschäftsführer der Hessing Stiftung, der sich gemeinsam mit Förderzentrums-Leiterin Christine Simmerding und der Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde, Dr. Gabriele Brandstetter, seit Jahren für dieses Ziel eingesetzt hat. Dr. Brandstetter, die über langjährige Erfahrung in der Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie verfügt und vor ihrem Wechsel an das Hessing Förderzentrum an den Universitätskliniken Berlin und Ulm in den Bereichen Kinder-neurologie und Sozialpädiatrie tätig war, hat die Leitung des SPZ übernommen.
Das Sozialpädiatrische Zentrum hat in den Räumlichkeiten des Hessing Förderzentrum in der Gögginger Mühlstraße seinen Platz gefunden und kann Therapieeinrichtungen, und Personal mit nutzen. Die Therapieabteilungen, darunter sogenannte Erlebniswelten mit Ballbad, Snoezelen-Bereich, mit "Milchstraßenraum" und "Pränatalraum", werden bislang von jährlich rund 1000 kleinen Patienten in Anspruch genommen. Zudem werden im Hessing Kinderhaus in zehn integrativen Kindergartengruppen rund 180 Kinder wochentäglich gemeinsam betreut, es besteht auch eine integrative Krippe für Babies und Kleinkinder bis zu drei Jahren.
Dem Sozialpädiatrischen Zentrum der Hessing Stiftung werden von niedergelassenen Ärzten jene jungen Patienten zwischen 0 und 18 Jahren zugewiesen, die an Entwicklungsstörungen, Behinderungen oder Erkrankungen leiden, die nicht nur von einem einzigen Arzt oder Therapeuten behandelt werden können, sondern umfangreichere Maßnahmen mehrerer Fachleute benötigen.
"Sozialpädiatrische Betreuung bedeutet die Behandlung der zugrundeliegenden Probleme, aber auch die individuellen Stärken des Kindes und die Unterstützungsmöglichkeiten des Umfelds für die Therapie zu nutzen. Ziel ist dabei die größtmöglichste Selbständigkeit des Kindes und seiner Familie im Alltag zu erreichen" erklärt Dr. Gabriele Brandstetter.
Zunächst zwei Teams, jeweils bestehend aus Kinderarzt, Psychologen, Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten, Sozial- und Heilpädagogen arbeiten – in enger Absprache mit Familien und Bezugspersonen – im Sozialpädiatrischen Zentrum zusammen. Eine Erweiterung auf vier Teams ist vorgesehen.
"Zudem wird es enge Verflechtungen mit weiteren Strukturen innerhalb der Hessing Stiftung, wie unserer Kinderorthopädie oder der Orthopädietechnik, geben", erläutert Willibald Lunzner. Besonderer Wert wird zusätzlich auf eine Kooperation mit den Kinderkliniken in Augsburg und den Nachsorgeeinrichtungen des Klinikums gelegt. Chronisch kranken Kindern und Jugendlichen soll damit ein kurzer Weg zum Sozialpädiatrischen Zentrum eröffnet werden. "Im SPZ schaffen wir ein optimales psychosoziales Umfeld, das dem Kind die Mobilisierung seiner eigenen Stärken und seiner Eigenaktivität ermöglicht", erläutert Christine Simmerding. "Das ist entscheidend für die Effektivität aller therapeutischen wie pädagogischen Maßnahmen".
"Wir können mit dem neuen Zentrum den betroffenen Patienten und ihren Familien viele Möglichkeiten zur Verbesserung der Krankheitsbewältigung und damit der Lebensqualität eröffnen", ist sich Willibald Lunzner sicher. Eines der wichtigsten Ziele: die Inkludierung ins soziale Leben.
Weitere Informationen:
Hessing Stiftung
Förderzentrum für Kinder,
Mühlstraße 55,
86199 Augsburg,
Telefon 0821-909-2500,
Fax 0821-909-2501

