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Gartenarbeit hält jung und gesund
Wer regelmäßig im Garten arbeitet, bleibt einfach länger
jung. Die messbaren Vorteile sind in wissenschaftlichen
Studien eindrucksvoll belegt worden.

Das schöne ist: die Vorteile
wirken ganzheitlich auf die
Menschen, das heißt Körper,
Geist und Seele werden
berührt. So ist bekannt, dass
regelmäßige Gartenarbeit das
Koordinationsvermögen und
die Geschicklichkeit fördert,
das Herz-Kreislauf-System fördert
und die Muskulatur kräftig
und trainiert. Manch einer wird
sagen, dass kann man doch
im Fitnesscenter auch. Nicht
ganz, denn da fehlt etwas:
Der Geruch des Gartens, der
Jahreszeiten, der Blüten! Und
die Sonne! Deren Strahlen
wärmen uns im Frühjahr und
sind Balsam für unsere Seele:
ein sonniger Tag im Garten mit
sinnstiftender Tätigkeit, das
schmeichelt unserer Seele und
sorgt für ein Stimmungshoch
und stimuliert die Psyche. Licht,
Luft und Düfte führen zu einer
Anhäufung von Glückshormone
und lassen uns den Alltagstrott
rasch vergessen. Zudem kann
man durch den Umgang mit den
Pflanzen, den Umgang mit sich
selbst wieder sehr gut lernen.
Pflanzen zeigen uns plakativ
Werden, Wachstum, Reifen, aber
auch Rückzug, Absterben und
Vergehen. Bei der Gartenarbeit
werden Zusammenhänge erkannt
und Wege zur Lösung
von Problemen gefunden. Wer
lustvoll im Garten arbeitet,
erfährt sich als Handelnder,
nicht als Manipulierter oder
Ausgelieferter und wird somit,
nach allen Glückstheorien,
glücklich.
Das Fitnessprogramm im eigenen Garten
Der menschliche Köper braucht – besonders mit zunehmendem Alter- ständig Bewegung. Und jede Tätigkeit im Garten kann auch gleichzeitig eine echte Gesundheitsübung sein. Ohne großen Aufwand kann man sich ein individuelles Fitnessprogramm für die Gartensaison selbst zusammenstellen. Schon eine halbe Stunde täglich kann Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Cholesterin dauerhaft und nachhaltig reduzieren. Und spätestens jetzt im Fühjahr geht’s los:
Die erste "Gesundheitsübung" kann das herausholen der Gartenmöbel sein. Diese werden vorher meist gründlich gereinigt. Dazu kann man ruhig mal öfter in die Knie gehen als sonst, dehnt die einzelnen Körperteile, wechselt rechte und linke Hand ab.
Auch das hoch tragen aus Keller oder Schuppen bietet sich an: man kann abwechselnd langsam und schnell gehen, einen Stuhl kann man rechts, links, vor dem Körper oder auch mal über dem kopf tragen. Man kann den kurzen, aber auch einen längeren Weg gehen…
Rasen mähen mit Muskelkraft: wie wäre es mit einem Handgeschobenen Spindelmäher statt dem selbst fahrenden Benzintraktor? Denn da kommt man – je nach Geschwindigkeit – richtig schön ins Schwitzen Umspaten statt fräsen: das umgraben ist wirklich eine universelle Übung, bei der fast alle Muskelgruppen angesprochen werden. Ungeübte beginnen langsam mit einem kleinen Stück, geübte können nach dem Vorbild des Intervalltrainings verschiedene Geschwindigkeiten ausprobieren! Das Umgraben ist und bleibt ein wunderbares Workout, wo man sich richtig gut abreagieren kann. Sehr zu empfehlen nach einem stressigen Tag, man ist hinterher ziemlich k.o., aber völlig entspannt!
Das Unkraut muss weg. Aber bitte nicht mit der Herbizidspritze, sondern mit der Hand! Und jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dafür, denn der Boden ist nach dem Winter ganz locker, und die störenden Pflanzen können leicht mit der Wurzel entfernt werden. Das gelingt am besten, wenn man dies auf allen Vieren tut. Das fördert die Gelenkigkeit und erdet im wahrsten Sinne des Wortes. Und zwischendurch immer wieder aufstehen und zum Kompost gehen.
Bäume schneiden, Äste schneiden. Anstelle eines Häckslers kann man die Äste auch mit der Schere oder Säge zerkleinern, die größeren Äste für den Ofen, die kleineren auf den Kompost. Eine tolle Aufgabe für Fortgeschrittene: das entfernen eines Baumes samt Wurzelstock. An dieser Übung hat man einige Tage Freude und Bewegung an der frischen Luft!
Also, es ist gar nicht so schwer, geeignete Tätigkeiten zu finden. Probieren Sie es je in Abhängigkeit von Alter und Belastbarkeit einfach aus. Wichtig ist, dass der Spaß dabei im Vordergrund steht und nicht verloren geht. Und immer nur so viel, wie geht und einem gut tut. Und manchmal hilft auch ein kleiner Trick, bestimmte Tätigkeiten anzugehen. Man kann Unkraut jäten als Last und Ärgernis ansehen, oder als eine schöne Meditation an einem sonnigen Sommertag in frischer Luft zwischen den eigenen Gemüsepflanzen! Das erdet und entspannt unglaublich!
Heike Boomgaarden, Diplom Gartenbauingenieurin
Weitere Infos unter
www.heike-boomgaarden.de
Ingenieurbüro WESENTLICH
das.wesentliche@gmx.de
Das Fitnessprogramm im eigenen Garten
Der menschliche Köper braucht – besonders mit zunehmendem Alter- ständig Bewegung. Und jede Tätigkeit im Garten kann auch gleichzeitig eine echte Gesundheitsübung sein. Ohne großen Aufwand kann man sich ein individuelles Fitnessprogramm für die Gartensaison selbst zusammenstellen. Schon eine halbe Stunde täglich kann Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Cholesterin dauerhaft und nachhaltig reduzieren. Und spätestens jetzt im Fühjahr geht’s los:
Die erste "Gesundheitsübung" kann das herausholen der Gartenmöbel sein. Diese werden vorher meist gründlich gereinigt. Dazu kann man ruhig mal öfter in die Knie gehen als sonst, dehnt die einzelnen Körperteile, wechselt rechte und linke Hand ab.
Auch das hoch tragen aus Keller oder Schuppen bietet sich an: man kann abwechselnd langsam und schnell gehen, einen Stuhl kann man rechts, links, vor dem Körper oder auch mal über dem kopf tragen. Man kann den kurzen, aber auch einen längeren Weg gehen…
Rasen mähen mit Muskelkraft: wie wäre es mit einem Handgeschobenen Spindelmäher statt dem selbst fahrenden Benzintraktor? Denn da kommt man – je nach Geschwindigkeit – richtig schön ins Schwitzen Umspaten statt fräsen: das umgraben ist wirklich eine universelle Übung, bei der fast alle Muskelgruppen angesprochen werden. Ungeübte beginnen langsam mit einem kleinen Stück, geübte können nach dem Vorbild des Intervalltrainings verschiedene Geschwindigkeiten ausprobieren! Das Umgraben ist und bleibt ein wunderbares Workout, wo man sich richtig gut abreagieren kann. Sehr zu empfehlen nach einem stressigen Tag, man ist hinterher ziemlich k.o., aber völlig entspannt!
Das Unkraut muss weg. Aber bitte nicht mit der Herbizidspritze, sondern mit der Hand! Und jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dafür, denn der Boden ist nach dem Winter ganz locker, und die störenden Pflanzen können leicht mit der Wurzel entfernt werden. Das gelingt am besten, wenn man dies auf allen Vieren tut. Das fördert die Gelenkigkeit und erdet im wahrsten Sinne des Wortes. Und zwischendurch immer wieder aufstehen und zum Kompost gehen.
Bäume schneiden, Äste schneiden. Anstelle eines Häckslers kann man die Äste auch mit der Schere oder Säge zerkleinern, die größeren Äste für den Ofen, die kleineren auf den Kompost. Eine tolle Aufgabe für Fortgeschrittene: das entfernen eines Baumes samt Wurzelstock. An dieser Übung hat man einige Tage Freude und Bewegung an der frischen Luft!
Also, es ist gar nicht so schwer, geeignete Tätigkeiten zu finden. Probieren Sie es je in Abhängigkeit von Alter und Belastbarkeit einfach aus. Wichtig ist, dass der Spaß dabei im Vordergrund steht und nicht verloren geht. Und immer nur so viel, wie geht und einem gut tut. Und manchmal hilft auch ein kleiner Trick, bestimmte Tätigkeiten anzugehen. Man kann Unkraut jäten als Last und Ärgernis ansehen, oder als eine schöne Meditation an einem sonnigen Sommertag in frischer Luft zwischen den eigenen Gemüsepflanzen! Das erdet und entspannt unglaublich!
Heike Boomgaarden, Diplom Gartenbauingenieurin
Weitere Infos unter
www.heike-boomgaarden.de
Ingenieurbüro WESENTLICH
das.wesentliche@gmx.de

